Entwicklung der Wasserversorgung
Stadt Holzminden
| 1887 |
Die Wünsche der Bürger nach einer zentralen Wasserversorgung mehren sich, da die Versorgung mit Trinkwasser bis dahin aus einer Anzahl von Brunnen im Stadtgebiet erfolgte. |
| 1888 |
Erschließung der Quellen im Rumohrtal, Bau des Hochbehälters Altendorf (500 m³) und Verlegung eines Teiles der Wasserleitung in der Alstadt.
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| 1900 |
Die meisten der alten Brunnen waren aus hygienischen Gründen inzwischen stillgelegt. |
| 1904 |
Bau eines weiteren Hochbehälters (500 m³) auf der Horst zur besseren Versorgung der höher gelegenen Bebauung. |
| 1914 |
Durch das neu erbaute Landschulheim am Sollingrand war die Anlage einer Pumpstation an der Sollingstraße mit Druckleitung und Hochbehälter (65 m³) am Solling (Einbecker Straße) erforderlich. Zwei weitere (100 m³ und 300 m³) wurden 1915 bzw. 1930 erbaut. |
| 1934 |
Ein vorhandener Brunnen der Firma Henke & Baertling (Rumohrtalstraße) mit einer Kolbenpumpe wurde vorübergehend für die Wasserversorgung mit einer Leistung von 20 m³(h in Betrieb genommen, aber die hohe Stromabnahme des Pumpenmotors führte zu erheblichen Stromschwankungen in Altendorf. |
| 1935 |
Bohrung des ersten Tiefbrunnens für die Wasserversorgung der Stadt im Rumohrtal (Schanz-Hobes-Weg). Tiefe 129 m, Leistung 40 m³/h.
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| 1949 |
Durch den Anstieg der Einwohner auf 22.000 mußten in der Weseraue zwei Flachbrunnen abgeteuft werden. (Tiefe je ca. 15m, Leistung je 50 m³/h. |
| 1960 |
Bau einer Druckerhöhungsstation mit Wasserbehälter (400 m³) auf dem Corveyblick zur besseren Versorgung des hochliegenden Gebietes Kiesberg. |
| 1966 |
Am Pipping wurde ein neuer Tiefbrunnen bis auf 114 m unter Gelände gebohrt. (Leistung 120 m³/h). |
| 1968 |
Fertigstellung des Brunnenhauses mit einem 100 m³ Behälter für den artesischen Überlauf und Bau des Hochbehälters Pipping (500 m³) für dieVersorgung der am Sollinghang gelegenen Bebauung. |
| 1972 |
Bau eines weiteren Tiefbrunnens im Rumohrtal (Blankschmiede). Tiefe 130 m, Leistung 120 m³/h. |
| 1975 |
Durch die heranrückende Bebauung Gehrenkamp und Schneckenberg und der damit verbundenen Gefährdung des geförderten Trinkwassers wurde der 1935 erbaute Brunnen Rumohrtal (Schanz-Hobes-Weg) außer Betrieb genommen. |
| 1977 |
Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters Horst (2.000 m³). Im Verbund mit dem alten Behälter (Bj. 1904) besteht hier jetzt ein Speichervolumen von 2.500 m³. Ein Teil des Quellwassers wird hier mit dem Wasser aus dem Brunnen Rumohrtal gemischt und über eine gemeinsame Rohrleitung in das Versorgungsnetz geleitet. |
| 1979 |
Um die Trinkwasserversorgung auch langfristig sicherstellen zu können, wurde am Eulenweg eine Aufschußbohrung bis auf 180 m Tiefe niedergebracht. Der Pumpversuch ergab eine Leistung von 80 m³/h. |
| 1997 |
Bau der Druckerhöhungsstation mit Wasserbehälter zur Versorgung des Baugebietes Limkerecke |
| 1998 |
Bau der Arsenreduzierungsanlage Tannengrund zusammen mit der Samtgemeinde Bevern |
| 2001 |
Umzug in die neuen Gebäude in der Rehwiese 28 |
| 2007 |
Beginn der Sanierung der Wasserversorgung aus den Romohrtalquellen mit Erneuerung der Leitung "Untere Quelle" |
| 2007 |
Ausweitung des Wasserschutzgebietes Nordwest-Solling |
| 2009 |
Gründung der Stadtwerke Holzminden GmbH |
Wasserversorgung in den Ortsteilen im Solling
| 1973 |
Übernahme der Wasserversorgung der Ortsteile Neuhaus, Silberborn und Mühlenberg im Zuge der Verwaltungsreform. |
| 1973 |
Verlegung einer Transportleitung von Silberborn nach Mühlenberg.
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| 1975 |
Bau der Verbindungsleitung von Neuhaus nach Silberborn und Einbau einer Rohrpumpe am Langenberg |
| 1976 |
Versorgung des OT Silberborn aus der Ahlequelle. |
| 1980 |
Einbau eines Druckentspannungsschachtes in Mühlenberg und Versorgung des OT aus der Ahlequelle. |
| 1981 |
Zur langfristigen Sicherstellung der Versorgung wurde ein Tiefbrunnen in der Nähe der Ahlequelle niedergebracht. |
Die Versorgungsnetze der Stadt und der Ortsteile haben heute eine
| Länge von |
119 km |
| Hydranten zur Löschwasserversorgung |
578 Stück |
| Anzahl der Schieber |
813 Stück |
| Hausanschlüsse |
4.737 Stück |
Da die Umwelteinflüsse sich in den letzten Jahrzehnten erheblich erhöht haben, gilt das besondere Augenmerk der Qualität unseres Wassers. So ist Trinkwasser das best überwachte "Lebensmittel", das wir kennen. Ständige Untersuchungen garantieren eine einwandfreie Qualität entsprechend der Trinkwasserverordnung.
Bei der Erkundung neuer Wasservorkommen sowie der Bearbeitung der Rechtsanträge und der Ausweisung von Schutzgebieten haben uns die Fachbehörden tatkräftig unterstützt.
Dank gebührt auch den Männern, die in den 100 Jahren Wasserversorgung Tag und Nacht bereit standen, um die Versorgung sicherzustellen. Dieses soll auch in der Zukunft zum Wohle der Bürger dieser Stadt geschehen.