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Stickstoff- und Phosphatreduzierung


In den Belebungsbecken werden Stickstoffe und Phosphate simultan abgebaut, das heißt, das während des eigentlichen biologischen Reinigungsvorgangs in einer Beckeneinheit gleichzeitig Stickstoff (N) und Phosphat (P) abgebaut werden. Dies wird durch die intermetierende Belüftung erreicht. Mit besonderen Mikroorganismen ist es möglich, den komplizierten Umbau von Ammoniumstickstoff in den harmloseren Nitratstickstoff vorzunehmen. Durch das Belüften des biologischen Schlammes wird die Nitrifikation erreicht und durch unbelüftete Zeiten des biologischen Schlammes die Denitrifikation. Somit wird Nitrit weitgehend aus dem Abwasser entfernt.

Mit Messgeräten, wie der O2-Messung, Probenahmegeräte und rechnergesteuerte Schaltvorgänge werden die Vorgänge kontrolliert. Während dieses Prozesses wird auch gleichzeitig Phosphat biologisch eliminiert. Durch be- und nicht belüftete Phasen in den Belebungsbecken werden die Mikroorganismen in eine „Stressphase“ gebracht, so dass diese während der Belüftungszeit verstärkt Phosphat aufnehmen und in der nicht belüfteten Zeit Phosphate angeben. Diese Phosphate werden mit Eisensalzen zu Eisenphosphat gebunden und mit dem Klärschlamm entsorgt. Die somit erreichte biologisch-chemische Fällung steht in einem Verhältnis von 80:20 %. Dies bedeutet, dass die Verwendung von chemischen Mitteln so gering wie möglich gehalten wird.

Die Kläranlage Holzminden leistet entsprechend dem Stand der Technik die Abwasserreinigung und trägt in hohem Maße zum Umweltschutz und der Gewässerreinhaltung bei.

Durch ständige amtliche Überwachung und die Eigenkontrolle durch das Labor der Kläranlage wird gewährleistet, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die festgelegten Grenzwerte im Ablauf eingehalten werden.