Geschichtliches aus Bevern und Umgebung
Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung
Als vor vielen Jahren haben die Menschen ihre Hütten und Häuser dort gebaut, wo Wasser zur Verfügung stand. Siedlungen entstanden an Bächen, Flüssen und Seen. Dort wo die Versorgung von Mensch und Tier am besten war siedelten sich die Menschen an. In Bevern sind die ersten Bauernhöfe so angelegt worden, dass sie möglichst an den Beverbach grenzen oder nicht weit von dort entfernt lagen. Teilweise wurden auch Schachtbrunnen auf einzelnen nicht am Bach gelegenen Grundstücke angelegt.
1882/1883 wurde erstmals einen Wasserleitung gebaut. Das Wasser wurde aus dem
„ Lungertal“ gewonnen und stammt aus dem Muschelkalk des Burgberges. Die Wasser-
leitung wurde am 18. Mai 1883 eingeweiht. Zum ersten Mal floss das Wasser aus den
Zapfhähnen. Das leidige Wasserholen, das täglich einen großen Zeitaufwand erforderte,
war nun vorbei. Ein Wasserhahn befand sich nun in fast jeder Küche.
Um 1900 gab es in Bevern sieben öffentliche Brunnen mit Pumpen. Alle Brunnen gingen in den Schotter des Beverbachtales und lieferten weiches Wasser
Die Versorgung mit Wasser reichte fast ein dreiviertel Jahrhundert. Nachdem sich aber die Einwohnerzahl jedoch vermehrt und die Häuser mit Badeeinrichtungen versehen wurden, tritt in trockenen Sommern Wassermangel ein. Die Qualität und Quantität ist unzureichend.
Im Jahre 1960 wurde erstmals beschlossen überall Wasserzähler einzubauen und eine Wassergebühr zu nehmen: 4 DM pro Person/ Jahr
- 8 DM pro Stück Großvieh
- 2 DM pro Stück Kleinvieh
- 8 DM für ein WC
- 7,50 DM für einen Gartenanschluss
- 0,40 DM pro m³gemessene Wassermenge
Sechs Jahre später ist eine neue Wasserquelle erschlossen, ein neuer Hochbehälter errichtet und eine Ringleitung gebaut worden.
Für den Ortsteil Forst ist 1865 erstmals ein Brunnen gebaut worden, aus dem das Wasser mit einer Pumpe gefördert wurde. Seit 1960 erfolgt die Wasserversorgung
des Ortes aus einem 15 m tiefen Schachtbrunnen mit Unterwasserkreiselpumpe.